Fachschaft Evangelische Religionslehre

In Bearbeitung

Evangelische Religion

Gott spricht: „Du bist unendlich wertvoll!“

Wer bin ich, dass ich Gott so wertvoll bin?


Religion
 

Evangelische Religionslehre am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium

Die Fachschaft Evangelische Religion ist die kleinste Fachschaft des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium. Zur Zeit besuchen 100 Schülerinnen und Schüler den Unterricht in neun Lerngruppen. Zu den 80 Schülerinnen und Schülern des Fraunhofer-Gymnasiums stoßen jeweils noch Teilnehmer des Nachbargymnasiums (Robert-Schuman-Gymnasium) und in den Jahrgangsstufen 5 mit 10 evangelische Schüler der Maristen-Realschule. Somit ergibt sich eine durchschnittliche Stärke der Lerngruppe in der Unter- und Mittelstufe von 15 Schülern.

Die kleine Anzahl hat Vorteile: Die Schülerinnen und Schüler kennen sich schnell untereinander und es kann eine familiäre und offene Atmosphäre entstehen.

Die kleine Zahl der evangelischen Schülerinnen und Schüler in der Chamer Diaspora führt aber auch zu Problemen: Die Lerngruppen setzen sich jeweils aus Schülern mehrerer Schulen und Klassen zusammen. So fehlen dann zwangsläufig häufiger einmal Schüler, die mit ihren Klassen anderweitig unterwegs sind, z.B. im Skikurs, in der Wanderwoche, ... oder die gerade an diesem Tag eine Schulaufgabe schreiben. Dies erschwert bisweilen die Planung von Unterrichtseinheiten oder das Abhalten von Stegreifaufgaben - Letzteres zur Freude der Schülerinnen und Schüler.

Die Schulgottesdienste am Fraunhofer-Gymnasium werden zum Teil als ökumenische Gottesdienste gefeiert, so zum Beispiel seit vielen Jahren der Schlussgottesdienst. Er findet dann in der dafür hergerichteten Sporthalle statt. Die übrigen Gottesdienste (zu Beginn des Schuljahres und vor den Weihnachtsferien) werden in der Erlöserkirche zusammen mit den Schülerinnen und Schüler des Robert-Schuman-Gymnasiums und der Maristen-Realschule gefeiert.

Am Unterricht in Evangelischer Religionslehre nehmen eine nicht geringe Anzahl konfessionsloser Schülerinnen und Schüler teil. Auf Antrag bei der Schulleitung ist dies möglich.

Gerne stehe ich Ihnen in allen Dingen, die das Fach ev. Religion betreffen, aber auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung!

Dankfried Eberlein

Lehrplan und Lehrwerk des Faches Evangelische Religionslehre

Lehrwerk



Am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium wird das Fach Evangelische Religionslehre anhand des Lehrwerks "Ortswechsel" unterrichtet.

 

Grundwissen und Buchtipp

Buchtipp: Was würde Jesus heute sagen? Die politische Botschaft des Evangeliums für Menschen heute

Menschen brauchen verbindliche Grundsätze, nach denen sie ihr Leben und Zusammenleben ausrichten können. Unbestritten ist: Der Religionsunterricht leistet hier einen unverzichtbaren Beitrag zur Werteerziehung: Gemeinsam werden im Unterricht „Rezepte“ der Religionen für ein gelingendes Leben geprüft und hinterfragt.

Das Christentum beruft sich bei der Suche nach Lebensregeln auf die Worte des Jesus von Nazareth: Als Wanderprediger zog er durch Galiläa und warb für eine gerechtere, friedlichere Welt, für ein geschwisterliches Miteinander der Menschen. Diese bessere Welt für alle ist die Vision, der jede christliche Ethik verpflichtet bleibt. Aber: Zwischen der Lebenszeit von Jesus von Nazareth und uns heute liegen 2000 Jahre Weltgeschichte. Menschen heute haben mit den Lebensumständen von damals nichts gemeinsam. Die Frage stellt sich, ob die Rezepte von damals noch passen für die Welt von heute.

Die Umsetzung von Jesu Botschaft vom historischen Ufer seiner Zeit und Umwelt in unsere heutige Lebenswirklichkeit, die Aktualisierung des Evangeliums also für die Menschen heute, ist Aufgabe der Kirche. Sie geschieht in jeder Predigt. Der gleichen Aufgabe ist aber auch der Religions-unterricht verpflichtet.

Unerwartete Unterstützung bekamen die Kirchen und damit auch der Religionsunterricht im vergangenen Jahr von einem Vertreter des sozialpolitischen Flügels der CDU. Dr. Heiner Geißler, von 1980 bis 2002 Abgeordneter des Bundestages und mehrere Jahre Generalsekretär der CDU, stellt fest, dass Jesu Botschaft und im besonderen die Bergpredigt Grundlage auch heutiger Politik sein kann und muss. Geißler skizziert eine an Jesu Botschaft orientierte Politik und damit die Schritte zu einer besseren Welt für alle wie folgt:

NICHT DIE POLIS, nicht die Nation, nicht der Staat - der Mensch mit seiner in Gott begründeten unantastbaren Würde wird zum Mittelpunkt des politischen Geschehens.

DIE WÜRDE DES MENSCHEN und die aus ihr resultierenden Menschenrechte sind der Maßstab der „Gesetze“ und die Grundlage für das gleichberechtigte und multikulturelle Zusammenleben der Menschen. 

DIE LIEBE ZUM NÄCHSTEN hat gleichen Rang wie die Liebe zu Gott. Die Liebe zu Gott ist ohne Liebe zum Nächsten wertlos.

DIE LIEBE ZUM NÄCHSTEN ist nicht platonisch und keine Sache des Gefühls. Sie bedeutet Pflicht zum Handeln für denjenigen, der in Not ist, auch für den Feind. Sie sprengt nationale, kulturelle und religiöse Grenzen, sie gilt allen Menschen unabhängig von Klasse, Rasse, Geschlecht, Nation.

Geißler
 

AUCH FÜR DEN FEIND wird jeder Mensch zum Nächsten, wenn er in Not gerät.

VERSÖHNUNG, Entspannung und friedliche Lösung von Konflikten haben Vorrang vor Gewalt und Krieg.

FREMDENFEINDLICHKEIT ist mit dem Evangelium unvereinbar.

DIE FRAU ist dem Mann ebenbürtig. Die Diskriminierung der Frauen in der Politik und der Kirche steht im Gegensatz zum Evangelium. Das Verbot der Frauenordination und das Gebot des Zöli- bates haben kein Fundament im Evangelium.

DIE INTERESSEN der Menschen sind wichtiger als die Interessen des Kapitals. Die kapitalistische Wirtschaftsordnung widerspricht dem Evangelium und ist ein Verbrechen an Milliarden von Men- schen, die in Armut, Krankheit und Unwissenheit leben müssen.

ZWEI MILLIARDEN CHRISTEN sind die größten „global players“ der Welt. Sie müssen die treibende Kraft für eine neue, gerechte Weltwirtschaftsordnung sein.

JESUS VERKÖRPERT das Ideal der Glaubwürdigkeit, d.h. die Einheit von Ideen, Reden und Handeln, also die Einheit von Anspruch und Wirklichkeit. So wie er die Menschen damals gegen die Machthaber vertreten hat - unabhängig, freimütig, selbstbewusst, furchtlos -, wäre er auch in einem heutigen Parlament der ideale Abgeordnete und Sprecher des Volkes.

DAS JÜDISCHE VOLK trägt keine Schuld am Tode Jesu. Der Antisemitismus ist eine Perversion der menschlichen Zivilisation und Kultur.

DIE BOTSCHAFT Jesu verlangt die Realisierung in dieser Welt.

Eine bessere Welt für alle: Heiner Geißler weist darauf hin, dass es ein zeitloses Rezept dafür gibt. Gerade Christen sind aufgerufen, sich auf den Weg zu machen zu einer besseren Welt und sich nie mit dem Erreichten zufrieden zu geben.

(Dankfried Eberlein)

Literaturtipp: Heiner Geißler: Was würde Jesus heute sagen? Die politische Botschaft des Evangeliums, Berlin 2003.

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