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Berichte über Veranstaltungen 2026

FRAUNHOFER-Freunde wieder beim Tag der offenen Tür präsent
Info-Stand für die interessierten Besucher

Mit ihrem Info-Stand präsentierten auch dieses Jahr am 17. April Vertreter des Vorstandes den Förderverein der Schule und standen den interessierten Besuchern Rede und Antwort über dessen Aktivitäten, die vor allem dem Wohle der Schule und ihrer Schülerinnen und Schüler dienen.

Darüber hinaus gibt es jedoch auch immer wieder im Jahr "Begegnungsveranstaltungen" für die Mitglieder mit ihren Angehörigen und Freunden, um Kontakte zu pflegen und interessante Abende miteinander zu erleben. Der nächste Termin ist der Besuch der Kunstgießerei ARA-KUNST in Altrandsberg am 6. Mai, die neben vielem anderem auch die "Lola", den Deutschen Filmpreis, produziert.

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FRAUNHOFER-Freunde wieder beim Tag der offenen Tür präsent
Info-Stand für die interessierten Besucher

Mit ihrem Info-Stand präsentierten auch dieses Jahr Vertreter des Vorstandes den Förderverein der Schule und standen den interessierten Besuchern Rede und Antwort über dessen Aktivitäten, die vor allem dem Wohle der Schule und ihrer Schülerinnen und Schüler dienen. 

Allerdings gibt es auch immer wieder im Jahr "Begegnungsveranstaltungen" für die Mitglieder mit ihren Angehörigen und Freunden, um Kontakte zu pflegen und interessante Abende miteinander zu erleben. Der nächste Termin ist der Besuch der der Kunstgießerei ARA-KUNST in Altrandsberg am 6. Mai, die neben vielem anderem auch die "Lola", den Deutschen Filmpreis, produziert.




Erster Vorsitzender Christian Nowotny war am Tag der offenen Tür diesmal verhindert, aber die bei der letzten Vorstandssitzung bestimmte "Crew" meisterte ihre Aufgabe mit Bravour und konnte auch neue Mitglieder gewinnen.


Neue Ausstattung für unsere Schulsanitäter
FRAUNHOFER-Freunde unterstützen den Schulsanitätsdienst

Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der FRAUNHOFER-Freunde, unseres Fördervereins, konnte das Fraunhofer-Gymnasium neue Schulsanitätskleidung für die "Schulsanis" anschaffen. Ab sofort verfügen alle aktiven Schulsanitäterinnen und -sanitäter über einheitliche T-Shirts und Pullover.

Die neue Kleidung sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild und eine deutlich bessere Erkennbarkeit bei schulischen Veranstaltungen, wodurch unsere Schulsanitäterinnen und -sanitäter im Bedarfsfall schnell angesprochen werden können – ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit und Organisation im Schulalltag.

Die Schulsanitäter zusammen mit Schulleiter Uwe Mißlinger und dem Vorsitzenden der Fraunhofer-Freunde, Christian Nowotny (r.)
Die Schulsanitäter zusammen mit Schulleiter Uwe Mißlinger und dem Vorsitzenden der Fraunhofer-Freunde, Christian Nowotny (r.)

Zur offiziellen Übergabe der Kleidung trafen sich unser Schulleiter OStD Uwe Mißlinger, der Vorsitzende unseres Fördervereins, StD a. D. Christian Nowotny, und die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes am 27. März im neuen Schulsanitätsraum unserer Schule. Herr Mißlinger und Herr Nowotny bedankten sich in diesem Zusammenhang für den großartigen und stets zuverlässigen Dienst unserer Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter im schulischen Alltag und bei Schulveranstaltungen.

Ein kleines Dankeschön gab es auch!
Ein kleines Dankeschön gab es auch!

Die "Schulsanis" bedanken sich im Namen der Schulfamilie an dieser Stelle herzlich bei den FRAUNHOFER-Freunden. Dieses Engagement zeigt einmal mehr, wie wertvoll die Unterstützung des Fördervereins für unsere Schulgemeinschaft ist, und nach den Worten von Vorsitzendem Nowotny wird dieser auch in Zukunft jederzeit für die Schule mit ihren Schülerinnen und Schülern da sein. 



Was hat das Schienennetz von Tokyo mit dem Schleimpilz gemeinsam?
Vortrag zum Thema Emergenz von Astrophysiker Prof. Dr. Andreas Burkert am Fraunhofer-Gymnasium

Die Pausenhalle des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums war am Donnerstagabend, 5. März, 19.00 Uhr, bis auf den letzten Platz gefüllt. Schließlich ist Prof. Burkert in Cham kein Unbekannter mehr und mittlerweile hat sich bereits eine echte Fangemeinde gebildet, zu der stets neue interessierte Zuhörer stoßen. Zu seinem mittlerweile elften Vortrag, der sich mit der Entwicklung von Leben im Universum durch die Kraft der Emergenz beschäftigte, wurde er von Christian Nowotny, dem Vorsitzenden der FRAUNHOFER-Freunde, des Fördervereins unserer Schule, herzlich begrüßt. Diese Veranstaltung wurde vom Förderverein und dem Verein der Sternwarte Roßberg organisiert bzw. finanziert.

Prof. Dr. Burkert vor seinem Auditorium in der voll besetzten Fraunhofer-Pausenhalle
Prof. Dr. Burkert vor seinem Auditorium in der voll besetzten Fraunhofer-Pausenhalle
Das Thema des Vortrags: Das Geheimnis der Emergenz
Das Thema des Vortrags: Das Geheimnis der Emergenz

Burkert legte zunächst die nötigen Grundlagen der Astrophysik dar, die den treuen Vortragsbesuchern sicher bekannt waren. Aber etwas Wiederholung vor allem an einer Schule schade nicht, so der Referent in seiner humorvollen Art. Mit anschaulichen Vergleichen und aussagekräftigen Bildern machte er die Dimensionen im Allerkleinsten (den Atomen) und im Allergrößten (dem Universum) begreifbar. Auch die bisweilen auftretende Verwirrung nach dem morgendlichen Aufstehen konnte Burkert erklären. Bewegen wir uns doch im Laufe einer Nacht acht Millionen Kilometer weiter auf der Bahn unseres Sonnensystems um das Zentrum der Milchstraße.

Erst vor 30 Jahren wurde der erste Planet außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Heute geht man davon aus, dass fast alle Sterne von Planeten umkreist werden. Und davon gibt es viele – allein in unserer Milchstraße 200 Milliarden. Wenn man von 100 Milliarden Galaxien des Universums aufgeht, wird eines klar: Wir sind nicht allein, so der Astrophysiker.

Entdeckung erster Planeten außerhalb unseres Sonnensystems vor 30 Jahren
Entdeckung erster Planeten außerhalb unseres Sonnensystems vor 30 Jahren

Mit dem Urknall vor 13,82 Milliarden Jahren begann alles, das war sozusagen der Tag ohne gestern. Mit ihm entstanden Raum und Zeit. In 180 Millionen Jahren steht somit ein Geburtstag an: Das Universum wird „14“. Da mit dem Urknall die leichtesten Elemente Wasserstoff und Helium entstanden und in den Sternen dann nach und nach die schwereren Elemente wie Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff, die Bausteine des Lebens, „erbrütet“ werden, tragen wir den Urknall mit uns. Auf die Frage „Wie alt sind Sie?“ wäre die Antwort „13,82 Milliarden Jahre aus astronomischer Sicht“ nicht verkehrt, so Burkert.

Mit interessanten Bildern ...
Mit interessanten Bildern ...
... erläutert Prof. Dr. Burkert ...
... erläutert Prof. Dr. Burkert ...
... seine Aussagen ...
... seine Aussagen ...

Aber wie kann aus den Bausteinen, den Atomen, eine Struktur wie z. B. ein Kirchturm entstehen? Diese Frage nach der Bildung komplexer Strukturen durch Wechselwirkung führt schließlich zur Theorie der Emergenz, dem eigentlichen Thema des Vortrags.

Emergenz bedeutet, dass „das Ganze“ andere Eigenschaften oder ein anderes Verhalten zeigt als die einzelnen Elemente, aus denen es besteht. Beispielsweise ein Ameisenhügel: Die einzelnen Ameisen sind für sich alleine bedeutungsarm, wirkungsvoll aber in der Gruppe!

... zum Thema Emergenz.
... zum Thema Emergenz.

Um dies zu verstehen, brachte Prof. Burkert weitere Beispiele aus der Biologie. Eines davon ist der Schleimpilz (Myxomycetes). Er stellt eine riesige Anzahl von Zellen dar, die alle gleich sind. Es gibt keinen „König“, der etwas vorgeben könnte, trotzdem kann der Schleimpilz absolut zielgerichtet wachsen. Der Wissenschaftler führte dazu folgendes Experiment an: Wird Nahrung so verteilt, dass sie in der Struktur dem Stadtplan von Tokyo entspricht, so bildet der Pilz im Laufe der Zeit Verbindungen zwischen diesen Punkten. Diese Verbindungslinien bilden überraschenderweise ziemlich genau das Schienennetz der Tokyoer U-Bahn nach, sogar an einigen Stellen etwas geschickter. Der Pilz müsse ja urbane Belange nicht berücksichtigen, meinte der Professor schmunzelnd.

Die Kraft der Emergenz wirkt auch im menschlichen Gehirn.
Die Kraft der Emergenz wirkt auch im menschlichen Gehirn.

Auch der Mensch ist aus einer enormen Zahl von Zellen aufgebaut: 100.000 Milliarden. Diese Zellen übernehmen Aufgaben, die nicht von einer Leitstelle vorgegeben sind, doch durch die Kraft der Emergenz kann Neues entstehen. Alle sieben Jahre werden beispielsweise die menschlichen Zellen komplett ersetzt, trotzdem bleiben wir die Alten. Also wäre als Antwort auf die Frage nach dem persönlichen Alter auch sieben Jahre aus wissenschaftlicher Sicht nicht falsch, so Burkert.

Die gesamte Menschheit als Beispiel für Emergenz
Die gesamte Menschheit als Beispiel für Emergenz

Und auch das Universum, das aus den Atomen des Urknalls besteht, bildet große und kleine Strukturen durch die emergente Wechselwirkung. Unser Universum entsteht also gerade jetzt. Damit beendete der Astrophysiker seinen Vortrag und stellte sich den vielen Fragen des begeisterten Publikums, bevor sich Fördervereinsvorsitzender Nowotny beim Referenten und dessen Frau herzlich für ihr Kommen bedankte.

Dank an Prof. Dr. Burkert und dessen Frau nach einem begeisternden Vortrag durch den Vorsitzenden der FRAUNHOFER-Freunde Christian Nowotny (l.)
Dank an Prof. Dr. Burkert und dessen Frau nach einem begeisternden Vortrag durch den Vorsitzenden der FRAUNHOFER-Freunde Christian Nowotny (l.)

Zum Schluss gab es noch zwei Überraschungen: Der ehemalige Fraunhofer-Absolvent Johannes Stoiber, jetzt Doktorand bei Prof. Burkert, lud interessierte Schülerinnen und Schüler zu einem einwöchigen, von ihm persönlich betreuten Praktikum an der Universitätssternwarte in München mit Vorlesungen an der LMU sowie Ausflügen ans Max-Planck-Institut in Garching und zum Observatorium am Wendelstein ein. Fördervereinsvorsitzender Christian Nowotny bot dazu finanzielle Unterstützung für die Interessenten an.

Johannes Stoiber lädt interessierte Schüler/innen an die Universitätssternwarte in München ein.
Johannes Stoiber lädt interessierte Schüler/innen an die Universitätssternwarte in München ein.

Die zweite Überraschung war das neue Buch von Prof. Burkert, „Urknall und Sternenstaub – Der Mensch zwischen Naturwissenschaft und Glaube“, das er zusammen mit dem Pfarrer und Liedermacher Clemens Bittlinger verfasst hat. Darin versuchen die Autoren die Frage zu beantworten: „Kann man an den Urknall glauben und zugleich an Gott?“ Die Exemplare fanden reißenden Absatz, zumal Prof. Burkert sie auch gerne signierte.

Das neue Buch von Prof. Burkert und Clemens Bittlinger
Das neue Buch von Prof. Burkert und Clemens Bittlinger
Gerne signierte Prof. Burkert die Exemplare.
Gerne signierte Prof. Burkert die Exemplare.

Da nach dem Vortrag vor dem Vortrag ist, versprach Prof. Burkert, auch im nächsten Jahr wieder ans Fraunhofer-Gymnasium zu kommen und das Dutzend seiner Vorträge voll zu machen. Darauf kann man sich auf jeden Fall wieder freuen, da er sicher wieder ein neues interessantes Thema im Gepäck haben wird.

Text: Roland Kastner

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