
30.06.2026
Abiturfeier am Fraunhofer-Gymnasium
Bei sommerlichen Temperaturen fand am Freitag die feierliche Verleihung der Abiturzeugnisse am Fraunhofer-Gymnasium statt. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst und einem Stehempfang im Freisitz der Mensa mit wunderbarstem Fingerfood unserer Küche mit Herz und kühlen Getränken, ging es dann in die Sporthalle der Schule zur Abiturverleihung. Eröffnet wurde der Festakt von der Jazzband zusammen mit Sängerin Marie Schönberger mit dem Song „Feeling Good“, bevor dann der Oberstufenbetreuer und Kursleiter Gerhard Urban die anwesenden Gäste begrüßte. Er freute sich über die zahlreichen Ehrengäste und verkündete voller Stolz, dass alle Schülerinnen und Schüler, die zum Abitur angetreten waren, auf Anhieb ihre Abiturprüfung bestanden hatten. Zudem war der Jahrgang auch besonders gut. 24 Schülerinnen und Schüler erreichten einen Notenschnitt von 1,5 oder besser – ein wirklich beachtliches Ergebnis.
In den folgenden Grußworten wurden diese Leistungen immer wieder aufgegriffen. Martin Stoiber, 1. Bürgermeister der Stadt Cham, bat die Abiturienten darum, ihr erworbenes Handwerkszeug gut zu nutzen. Bildung sei das Rüstzeug, um kritisch und eigenständig durch das Leben zu gehen. Mit Blick auf die Absolventen betonte er, dass sie am Gymnasium gut vorbereitet worden seien für die Zukunft. Er erinnerte sie, dass das große Ziel der Bildung nicht Wissen, sondern Handeln sei, und bat sie bei ihrem weiteren Lebensweg die Stadt und den Landkreis Cham als ihre Heimat nicht zu vergessen.
Michaela Schedlbauer, Vertreterin des Elternbeirats, sprach stellvertretend für den ersten Vorsitzenden, Markus Weichselmann, und verlas zunächst dessen Worte. Sie ermutigte die jungen Erwachsenen, sich Ziele zu setzen, mutig voranzugehen und sich nicht vom Pessimismus anstecken zu lassen. In ihrem Dank an die Lehrkräfte hob sie hervor, dass diese nicht nur Wissen vermittelt, sondern Persönlichkeiten gebildet hätten. Ihr Dank galt ebenso den Eltern, die ihre Kinder stets unterstützt und gefördert hätten; es sei auch ihr Tag, und sie dürften nicht nur stolz auf ihre Kinder, sondern auch stolz auf sich selbst sein.
Christian Nowotny, Vorsitzender der FRAUNHOFER-FREUNDE, nutzte für sein Grußwort die Macht der Bilder und hatte sich eigens zu diesem Anlass einen wunderbaren Comic von Schnellzeichner und Karikaturist Daniel Stieglitz erstellen lassen. Stieglitz, der ebenfalls Fraunhofer-Absolvent ist, ließ in diesem Comic zahlreiche Bilder sprechen – von der Gratulation zum Abitur, dem Dank an Lehrer und Eltern, bis hin zu den Wünschen für die Zukunft. Die Lebensgeschichte, die in den Bildern erzählt wurde, nahm der Kammerchor in seinem Song „Story of my life“ auf.
Als erster G9-Jahrgang blickten Juli Köhler und Mara Terlouw in ihrer Abiturrede auf eine bewegte Zeit zurück. Von den ersten Eindrücken an der neuen Schule, über die Skitage in der 6. Klasse, bis hin zur Herausforderung durch Corona, ließen sie die Jahre Revue passieren und berichteten vom gemeinsamen Wandern, vom Tanzkurs und vom USA-Austausch. Besonders die kleinen Momente in der Oberstufe – das Eis in Spanisch oder die Nutellabrote in Mathe – sorgten für ein Schmunzeln bei den Zuhörern und bei den Abiturienten. Auch die Weimarfahrt und der erfolgreiche Chorwettbewerb in Prag blieben unvergessen. Sie dankten der Schulleitung, der Verwaltung, dem Hausmeister und besonders ihrem Oberstufenbetreuer, Gerhard Urban für die jahrelange Begleitung.
Nach einer weiteren musikalischen Einlage des Kammerchors würdigte Schulleiter Uwe Mißlinger den „kleinen, aber feinen“ Jahrgang in einer sehr persönlichen Rede. Die Schüler hätten sich damals bewusst für das Fraunhofer entschieden und jetzt mit einem tollen Schnitt ihr Abitur abgelegt. Er zitierte einen Spruch aus der Abizeitung des Jahrgangs und gab ihn den Schülerinnen und Schülern als Lebensmotto mit: „Sei immer du selbst, denn die anderen gibt es ja schon.“
Die anschließende Ehrung der Besten würdigte besondere Talente: Der Sonderpreis Musik ging an Raffael Hahn, der Kreativpreis an Tim Fuchs und der Ehrenpreis der Schule wurde Tim Weichselmann verliehen. Nach „Sunset meander“, gespielt von der Jazzband unter der Leitung von Raffael Hahn, folgte der feierlichste Moment: Das Überreichen der Zeugnisse. Auf dem roten Teppich gingen die Abiturienten einzeln nach vorn, um ihr Zeugnis, das Bild des Fördervereins und eine von Fünftklässlern überreichte rote Rose entgegenzunehmen. Zahlreiche Schüler wurden zudem mit Sonderpreisen für ihre herausragenden Leistungen bedacht. Außerdem überreichte der Vorsitzende der FRAUNHOFER-Freunde, unserem Förderverein, den Jahrgangsbesten bis zu einem Schnitt von 1,5 jeweils einen wertvollen Büchergutschein.
1,0: Laura Vogl, Erik Ossenkopp und Anna Rackl
1,1: Michael Kraus und Felix Zitzlsperger
1,2: Nina-Marie Linhart, Tim Weichselmann, Maximilian Ferstl und Antonia Kulzer
1,3: Vincent Strasser, Mara Terlouw und Paul Lankes
1,4: Julia Schambeck, Luca Diermeier und Juli Köhler
1,5: Tim Fuchs, Johann Fischer, Chiara Bäumel, Laura Hecht, David Niebauer, Marie Decker, Robin Lugauer, Magdalena Wagner und Lucas Wild
Eine besondere Überraschung gab es dann am Ende der Abiturfeier. Nachdem Dr. George Wahr im vergangenen Jahr verstorben war, lag zunächst die Vermutung nah, dass der seit Jahren von ihm gestiftete Preis, der mit einem Aufenthalt in Australien verbunden ist, nunmehr eingestellt würde. Dem war aber nicht so: Petra Wahr, Tochter des ehemaligen Fraunhofers, war extra aus London angereist, um im Gedenken an ihren Vater den Preis erneut zu verleihen. In ihrer Rede – in perfektem Deutsch – erzählte sie von ihrem Vater und dessen Bezug zum Fraunhofer. Mit großer Freude und sichtlich gerührt übergab sie anschließend den Dr. George Wahr-Preis an Nina-Marie Linhart, die davon völlig überrascht wurde - ein krönender Abschluss einer ereignisreichen Schulzeit. Nach der Abiturfeier genossen die Fraunhofer-Absolventen die Zeit mit ihren Familien und trafen sich dann abends in der Stadthalle Roding, um dort ihr Abi richtig zu feiern.
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