Lernen. Handeln. Gemeinsam Zukunft gestalten.

05.08.2023

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Am 2. Januar 2023 startete die neue Kampagne des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Nicht zuletzt sollen mit der Kampagne unter dem Motto „Lernen. Handeln. Gemeinsam Zukunft gestalten. Bildung für nachhaltige Entwicklung" möglichst viele Menschen zu nachhaltigem Handeln motiviert werden. Das JvFG hatte zu diesem Zeitpunkt bereits seine eigene BNE-Aktion geplant, die für die Schüler:innen der 6. Jahrgangsstufe am Ende des Schuljahres mit großem Erfolg stattfand.

Beim Erstellen von selbstgemachten Seifen
Beim Erstellen von selbstgemachten Seifen

Was ist BNE?

BNE ist die Abkürzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Sie ermöglicht jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen. Entwicklung ist dann nachhaltig, wenn Menschen weltweit, gegenwärtig und in Zukunft, würdig leben und ihre Bedürfnisse und Talente unter Berücksichtigung planetarer Grenzen entfalten können. Dabei stehen verschiedene Fragen im Vordergrund. Etwa: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen in meiner Kommune oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es beispielsweise, wie ich konsumiere, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Oder was können wir gegen Armut tun?

Mit der Vision, eine friedliche und nachhaltige Gesellschaft zu gestalten, haben die Vereinten Nationen im Herbst 2015 die globale Nachhaltigkeitsagenda verabschiedet. 17 Ziele bilden den Kern der Agenda und fassen zusammen, in welchen Bereichen nachhaltige Entwicklung gestärkt und verankert werden muss. Dazu gehören etwa nachhaltiger Konsum, sauberes Wasser, Bekämpfung von Armut oder auch Schutz von Leben am Land.

Alte T-Shirts ...
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... werden zu tollen Taschen!
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Diese Ziele dienten auch als Orientierung für die Lehrkräfte, die Workshops für klassenübergreifende Gruppen anboten, wobei sie von Schüler:innen aus der Q11 unterstützt wurden. So gab es in Anlehnung an das Ziel „Bekämpfung des Welthungers” ein Projekt aus der Biologie, bei dem anhand der Futterpflanze Mais ganz konkret untersucht wurde, wie viele Maiskolben nötig sind, um einen Menschen einen Tag zu ernähren. Auf einem Quadratmeter Maisfeld auf der Luitpoldhöhe wachsen 16 Maispflanzen mit je einem Maiskolben. Die etwa 500 Maiskörner eines Maiskolbens enthalten alle sättigenden Nährstoffe, aber vor allem Kohlenhydrate in Form von Stärke. Die getrockneten Körner eines Maiskolben wiegen 80 g und enthalten etwa 300 Kilokalorien. Damit kann man nicht mal einen Menschen einen Tag ernähren. Damit die 8 Milliarden Menschen satt werden/bleiben, braucht es also sehr viele Maiskolben.

Artenvielfalt ist an eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft gekoppelt.
Artenvielfalt ist an eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft gekoppelt.

Ein anderes Projekt widmete sich dem Vogelschutz rund um Cham. Bei einer kleinen Wanderung wurde den Kindern anschaulich vermittelt, dass Artenvielfalt der Vögel zwingend an eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft gekoppelt ist. Die Fachschaft Sport hatte zwei Workshops zum Thema Gesundheit im Angebot, bei denen sowohl die vielen Vorzüge von Bewegung an der frischen Luft als auch die Grundlagen einer gesunden Ernährung im Mittelpunkt standen. Dass ein pflanzenbasiertes Gericht wie ein Kichererbsencurry nicht nur gesund, sondern auch ressourcenschonend und darüber hinaus lecker (Im Schnitt erhielt es acht von zehn möglichen Punkten) ist, ist das Fazit dieses Tages. Weitere Gruppen beschäftigten sich mit Vermeidung von Verschwendung durch Resteverwertung, z.B. beim Basteln von Wachstüchern oder Seifen oder auch beim Nähen einer Tasche aus alten T-Shirts. Wieder andere Schüler:innen besuchten den Weltladen und setzten sich so mit dem Thema Armut auseinander.

Zu Besuch im Welt-Laden
Zu Besuch im Welt-Laden

Die Themen waren vielfältig, das Feedback durchweg positiv, so dass die Idee des BNE-Tages, der als Anknüpfung an die Alltagskompetenzen der 5. Jahrgangsstufe gedacht ist, hoffentlich in Zukunft beibehalten oder sogar weiterentwickelt wird. Wie die Kampage des BMBF zeigt, hat das JvFG damit auf jeden Fall ein Gespür für Tendenzen in der Bildung bewiesen.

Hier noch weitere Eindrücke vom BNE-Tag:

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