Eine Reise wert ...

04.10.2019

W-Seminar Musikstadt Leipzig auf Exkursion

Am zweiten Schultag machte sich das W-Seminar "Musikstadt Leipzig" auf den Weg, um diese bedeutsame europäische Musikmetropole, die geprägt ist von Musikerpersönlichkeiten wie Robert Schumann, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Edvard Grieg, Gustav Mahler und Richard Wagner, genauer in Augenschein zu nehmen.

Das W-Seminar vorm Bach-Denkmal direkt an der Thomaskirche
Das W-Seminar vorm Bach-Denkmal direkt an der Thomaskirche

Die erste Tour durch die Stadt führte uns zur Thomaskirche, die in ihrer schlichten Größe unmittelbar mit dem genialen Johann Sebastian Bach verbunden ist, der hier 27 Jahre als Thomaskantor wirkte und dessen große Passionen und Kantaten hier zum ersten Mal aufgeführt wurden. Nach einem kurzen Moment an seinem Grab im Chorraum der Kirche und einer Gesangseinlage des Seminars vertieften wir unseren ersten Kontakt mit dem großen Bach im Bachmuseum neben der Thomaskirche und erhielten in vielen Schautafeln einen guten Eindruck in das Lebensumfeld seines immensen Schaffens und Wirkens hier in Leipzig. In den historischen Mauern der ehemaligen Leipziger Stadtbefestigung, der Moritzbastei, heute Treffpunkt vieler Studenten der Universität, ließen wir den Tag kulinarisch-musikalisch ausklingen

Blick auf die Thomaskirche am späten Nachmittag
Blick auf die Thomaskirche am späten Nachmittag
Blick aus der Moritzbastei bei Nacht
Blick aus der Moritzbastei bei Nacht
 

Am zweiten Tag vermittelte uns die Stadtführerin einen Überblick über die Altstadt sowie einen intensiven Eindruck, wie die wechselvolle Geschichte das Stadtbild über die Jahrhunderte geprägt haben. So wurde in der Nikolaikirche, der ältesten Kirche Leipzigs, die Johannespassion Bachs uraufgeführt; gleichzeitig war diese Kirche in den 1980er Jahren aber auch durch die regelmäßig stattfindenden Friedensgebete ein wichtiger Ausgangspunkt für die Friedliche Revolution 1989. Im historischen Rathaus mit weitläufigen Marktplatz zeigt sich das starke Zentrum der bürgerlichen Macht in dieser Stadt. Daneben beeindruckt der weitläufige Augustusplatz mit seinen wichtigen Gebäuden Gewandhaus, Oper und Universität durch moderne Architektur und es zeigt sich hier die Zerstörung historischer Bausubstanz durch den Zweiten Weltkrieg und die SED-Diktatur.

Der Nachmittag stand unter dem Motto „Leipzig als Musikmetropole des 19.Jahrhunderts“. Exemplarisch hierfür besuchten wir das Instrumentenmuseum im Grassi-Museum sowie das Mendelssohnhaus. In beiden Einrichtungen konnten wir unsere Kenntnisse erweitern und vertiefen und waren beeindruckt von der enormen Vielfalt an Instrumenten, die die Instrumentenbauer im Laufe der Geschichte kreiert haben. Im neu gestalteten Mendelssohnhaus, in dem Felix Mendelssohn Bartholdy mit seiner Familie viele Jahre wohnte, erhielten wir eine sehr lebendige Führung und wurden so mitgenommen in die Zeit und das Leben und Wirken dieses sehr wichtigen Komponisten der frühen Romantik und seiner Schwester Fanny Hensel, ebenso Musikerin und Komponistin. Der Gang durch den alten jüdischen Friedhof Leipzigs, der heute als Park genutzt wird und in dem viele Persönlichkeiten Leipzig begraben sind, rundete die vielfältigen Erlebnisse dieses Tages ab.

Die Schülerinnen und Schüler bei bestem Spätsommerwetter in der Innenstadt von Leipzig
Die Schülerinnen und Schüler bei bestem Spätsommerwetter in der Innenstadt von Leipzig

Den folgenden Tag begannen wir mit einer Führung im Zeitgeschichtlichen Forum, in unmittelbarer Nähe zu Auerbachs Keller, in dem ja bekanntlich eine Szene aus Goethes „Faust“ spielt. Hier wurde uns durch viele Bilder und Ausstellungsgegenstände das Leben der Bürger der DDR in diesem politischen System der Einschränkung der Freiheiten des Einzelnen vor Augen geführt. Für die Seminarteilnehmer, die die Teilung Deutschlands nicht mehr miterlebt haben, war die Darstellung des Weges der DDR, Arbeitsweise der SED sowie der Staatssicherheit, bis hin zur Friedlichen Revolution und der Zeit nach der Wende bis heute sehr interessant und bisweilen erschütternd. Abschließend tauchten wir im Cafe Riquet ein in die Kultur des Kaffehauses des 19. Jahrhunderts, wo viele Künstler, Musiker, Gelehrte und Bürger sich zum Gedankenaustausch trafen.

Leipzig ist wirklich eine Reise wert – mit diesen Erfahrungen kehrten alle Seminarteilnehmer wieder nach Hause zurück: hier ist so viel historisch und musikhistorisch Interessantes und Bedeutsames aus unterschiedlichen Epochen auf so engem Raum versammelt, dass man wirklich von einer europäischen Musikmetropole sprechen kann.

Hier noch einige Eindrücke der Reise:


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