Vom Wunder der Musik

20.04.2018

Fraunhofer-Musiker begeistern das Publikum im Frühjahrskonzert

Viele eindrucksvolle und wunderbare Momente durften die Zuschauer am Mittwoch Abend beim Frühjahrskonzert des Fraunhofer-Gymnasiums erleben. Über 650 Gäste hatten sich auf den Weg gemacht, um die musikalischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu bewundern. Schulleiter Dr. Hubert Balk hatte es in seiner Eröffnungsrede schon angedeutet, als er den Songtext „Waiting for the miracle“ von Leonard Cohen zitierte und das Wunder ließ wirklich nicht lange auf sich warten, denn es war eigentlich schon da. Wiedereinmal hatten es die Musiklehrer des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums, unterstützt durch die Landkreismusikschule, geschafft, über ein Viertel aller Schüler der Schule für Musik zu begeistern und so standen im Laufe des Abends 250 junge Musiker auf der Bühne und präsentierten, was sie in den letzten Wochen und Monaten mit ihren Lehrern einstudiert hatten. Charmant moderiert wurde der Abend wieder vom bewährten FSJler-Team Alina Alt und Sebastian Hecht.

Das Streichorchester hatte sichtlich Freude beim Spielen
Das Streichorchester hatte sichtlich Freude beim Spielen

Schwungvoll eröffnet wurde der Abend mit dem Streichorchester, das zunächst den „Rock Bottom Boogie“ zum Besten gab (tolles Basssolo der beiden Cellistinnen!) und anschließend mit „Palladio“ von Karl Jenkins glänzte. Direkt danach ging es mit den jüngsten Fraunhofern weiter. Von traditionell Bayrisch über Mozart, von den Flintstones bis zu Adel Tawil – die Chorklassen verbreiteten mit ihren hervorragend gestalteten Beiträgen eine wundervolle Stimmung im Raum, die sich sofort auf das Publikum übertrug. Übrigens, der Mozart klang überhaupt nicht nach Kaugummi, um wieder bei den Worten des eingangs erwähnten Songtexts von Leonard Cohen zu bleiben, sondern wurde wunderbar frisch und modern von den jungen Stimmen interpretiert.

Das Glockenspiel aus Mozarts Zauberflöte klang wunderschön
Das Glockenspiel aus Mozarts Zauberflöte klang wunderschön

Auch die Ganztagsband hatte zwei tolle Songs gewählt, die sie eindrucksvoll groovend musizierte. Mit dabei waren natürlich auch die beiden Bläserklassen. Obwohl die Jüngsten gerade mal gut ein halbes Jahr ihr Instrument lernen, präsentierten sie mit „Michel aus Lönneberga“ und „Alles im Lot“ zwei recht anspruchsvolle Stücke, die sie aber bereits glänzend meisterten. Mit „Caribbean Calypso“ und dem „Asia Rock“ entführte die Bläserklasse 6 die Zuhörer dann in entfernte Länder und ließ so richtig Urlaubs- und Sommerfeeling aufkommen.

Die jungen Sängerinnen und Sänger der Chorklassen waren mit Hingabe dabei
Die jungen Sängerinnen und Sänger der Chorklassen waren mit Hingabe dabei

Im Anschluss zeigte der Kammerchor eindrucksvoll, was man in vielen Jahren des Singens und Übens alles erreichen kann. Mit professioneller Gestaltung, schöner Intonation und ausdrucksstarken Stimmen gaben sie „Rag'n' Bone Man“ und „Man in the Mirror“ zum Besten.

Die jungen Damen und Herren vom Kammerchor überzeugten nicht nur akustisch, sondern auch optisch
Die jungen Damen und Herren vom Kammerchor überzeugten nicht nur akustisch, sondern auch optisch

Mit großem Bedauern und vielen Rosen verabschiedete sich Chorleiter Andreas Ernst anschließend von einigen seiner besten Sängerinnen – sie stehen kurz vor dem Abitur und müssen nach acht Jahren gemeinsamen Singens nun dem Chor Lebewohl sagen.

Zum Abschied gab's eine Rose für die Abiturientinnen
Zum Abschied gab's eine Rose für die Abiturientinnen

Bevor das Publikum in die Pause entlassen wurde, trat noch der Fraunhofer Dreig'sang mit „All I have to do is dream“ und dem „Eisenkeilnest“ auf, bei Letzterem begleitet durch die Volksmusik, die das Publikum schließlich mit dem Anni Walzer (tolle Nebenstimmen!) in die Pause geleitete.

Selbstbewusst traten die Mädchen vom Dreig'sang auf die Bühne und wussten zu überzeugen
Selbstbewusst traten die Mädchen vom Dreig'sang auf die Bühne und wussten zu überzeugen
Siegi Mühlbauer im Kreis seiner Fraunhofer Volksmusik
Siegi Mühlbauer im Kreis seiner Fraunhofer Volksmusik

Im zweiten Teil des Abends folgte dann ein Highlight dem nächsten. Zunächst stand die Juniorband auf der Bühne, die mit ihren drei Nummern das Publikum schon richtig anheizte und als „Vorband“ den Weg für die Fraunhofer Jazzband klar machte. Die nun folgende fast 40 Mann starke Besetzung der Jazzband zeigte dem Publikum, was es heißt, eine echte Bigband zu sein. Mit knackigen Sounds der Brass-Section, smoothen Guidelines der Saxophone, Klarinetten und Flöten und dem klaren und sauberen Spiel der Rhythmusgruppe brachte die Band den Saal zum Beben.

Die große Fraunhofer-Jazzband brachte den Saal zum Beben
Die große Fraunhofer-Jazzband brachte den Saal zum Beben

Schon bei „One moment in time“ verbreitete sich eine magische Stimmung, bei „New York, New York“ war das Publikum frenetisch mit dabei und bei der Titelmusik zu den „Simpsons“ (tolle Sounds mit Hupen und Ratschen) gab es kein Halten mehr.

Das Bariton-Saxophon-Solo bei den „Simpsons“ spielte Lydia Hausladen
Das Bariton-Saxophon-Solo bei den „Simpsons“ spielte Lydia Hausladen

Dies noch zu toppen schien fast unmöglich, doch dann kam „Der Mond“. Zusätzlich zur Jazzband betraten die hohen Streicher die Bühne, zwei Cellistinnen nahmen im Vordergrund ihre Plätze ein und der Kammerchor setzte sich auf die Stufen der Bühne. Innerhalb weniger Sekunden lag plötzlich ein Zauber in der Luft, den niemand für möglich gehalten hatte. Mit dem unglaublich chilligen und smoothen Song von „La Brass Banda“ hatten die Musiker einen Volltreffer gelandet (tolles Trompetensolo von Elias Pemmerl!) und Solist Sebastian Hecht tat sein Übriges dazu. Als „Beobachter“ mit ausdrucksstarker, sonorer Stimme brachte er dem Publikum den Mond zum Greifen nah.

Elias Pemmerl begeisterte das Publikum mit seinem Trompetensolo
Elias Pemmerl begeisterte das Publikum mit seinem Trompetensolo
Bei „Der Mond“ von „La Brass Banda“ musizierten Jazzband, Streicher und Kammerchor gemeinsam
Bei „Der Mond“ von „La Brass Banda“ musizierten Jazzband, Streicher und Kammerchor gemeinsam

Passend zur Magie des Abends gab es auch im Anschluss absolutes Gänsehautfeeling, als die Schulband die Bühne rockte. Mit „Dear Mr. President“ zeigte Frontfrau Lucy Sandor gleich zu Beginn, was in ihr steckt.

Lucy Sandor, Frontfrau der Schulband, überzeugte mit ihrer wunderbaren Stimme
Lucy Sandor, Frontfrau der Schulband, überzeugte mit ihrer wunderbaren Stimme

Aber die Bandkollegen standen ihr in nichts nach. Gewohnt professionell und mit hoher musikalischer Ausdruckskraft spielten sie „Sweet child o'mine“ und „Johnny be good“, farblich ins rechte Licht gerückt durch den ehemaligen Fraunhofer-Schüler Christian Eckel, der an diesem Abend für Licht und Ton zuständig war.

Die Schulband rockte die Bühne
Die Schulband rockte die Bühne

Bevor es dann zum großen Finale des Konzerts kam, betrat der Schulchor die Bühne. Nach dem eindrucksvollen „Radioactive“ wurde es mit „You raise me up“ zunächst nochmal ganz gefühlvoll (eindrucksvolle Soli!), bevor dann mit Andreas Bouranis „Auf uns“ der Saal nochmal kochte. Aber was wäre das Fraunhofer-Schulkonzert ohne ein großes Schlussstück. Die zahlreichen Schlaginstrumente, angefangen bei vier Pauken, Gran Cassa und einem echten Tam-Tam, ließen schon erahnen, was nun folgen würde. Zur Eröffnung der Chamer Stadthalle Anfang Juni studiert Musiklehrer Andreas Ernst gerade mit mehreren Ensembles Carl Orffs „Carmina Burana“ ein und präsentierte zum Schluss dieses Abends das berühmte „O Fortuna“. Ein riesiger Chor, angefangen von den ganz Kleinen bis zu den Oberstufenschülern und unterstützt durch einige Männerstimmen von „Lehra und mehra“, stand nun auf der Bühne und ließ mit der bombastischen Begleitung durch Klavier und Schlagwerk die lateinischen Worte „O Fortuna velut Luna statu variabilis“ in den sternenklaren Nachthimmel klingen. Eindrucksvoller hätte der Abend nicht enden können.

Alle Chöre gemeinsam beim „O Fortuna“ aus Orffs „Carmina Burana“
Alle Chöre gemeinsam beim „O Fortuna“ aus Orffs „Carmina Burana“

Wer übrigens noch mehr hören möchte, kann für die „Carmina Burana“-Aufführung im Regensburger Audimax am 4. Juni 2018 noch Karten erwerben.

Hier noch zahlreiche Bilder vom Konzert (Simone Seifert Fotografie):


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