Fraunhofer-Schüler auf Studienfahrt

05.12.2017

Deutschkurse unterwegs in Weimar

StDin i. BV Irene Haberl mit ihrem Deutschkurs nach der Führung durch das Schillerhaus
StDin i. BV Irene Haberl mit ihrem Deutschkurs nach der Führung durch das Schillerhaus

Um viele Eindrücke bereichert sind die Schülerinnen und Schüler aus drei Deutschkursen der 12. Jahrgangsstufe des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums in der vergangenen Woche von ihrer zweitägigen Reise nach Weimar zurückgekehrt. Die Studienfahrt in die „Hauptstadt der Klassik und Bildung“ ergänzt und erweitert den Literaturunterricht der Oberstufe am JvFG, ganz getreu dem Motto: „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“ (Goethe).

Drei Oberstufenkurse Deutsch des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums verbrachten das Wochenende in Weimar. Am vergangenen Freitag stand zunächst der Ort Weimar im Mittelpunkt des Interesses: Die Schülerinnen und Schüler entdeckten dabei eine Kleinstadt, die im 2. Weltkrieg weitgehend von Zerstörungen verschont geblieben ist und die damit auch ein historischer Lern- und Erlebnisort für die beginnende Neuzeit ist. In gleicher Weise erlebt man die Straßen und Gassen einer Kleinstadt des 19. Jahrhunderts, besucht den Ort, an dem 1919 die Verfassung der ersten deutschen Republik erarbeitet worden ist, begegnet den Ideen der Bauhaus-Architektur aus der Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts und steht vor wuchtigen Gebäudekomplexen der NS-Diktatur. Und im Park an der Ilm sieht man ein beeindruckendes Beispiel von Gartenarchitektur im Englischen Stil. Der Abend war dann für den obligatorischen Theaterbesuch im Deutschen Nationaltheater reserviert. An der Stelle, an der Goethe und Schiller ihre Werke erstmals aufgeführt haben, problematisierte Jan Neumanns „Bombenstimmung“ den Alltag einer Lokalredaktion zwischen „Fake-News“ und seriöser Berichterstattung und griff damit ein heute aktuelles Thema auf. Am Samstag dann wurde in besonderer Weise der Gegensatz der beiden deutschen „Dichterfürsten“ sichtbar: Hier der Familienmensch Friedrich Schiller, der finanziell stets begrenzt mit seinen Werken seine Familie ernähren und das Haus abzahlen musste, auf der anderen Seite Johann Wolfgang von Goethe, in Diensten seines Freundes, des Herzogs Carl August stehend und damit finanziell bestens ausgestattet und mit seinem Wohnhaus beschenkt, aber andererseits gezwungen, sich den Konventionen der Gesellschaft zu fügen. Augenfällig wird dies in der Ausstattung des Wohnumfelds der Dichter, in Goethehaus und Schillerhaus. Und in der Goethe-Dauerausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“ konnten die Schülerinnen und Schüler vieles wiederfinden, was in den vorangegangenen Wochen im Deutschunterricht behandelt haben. Am Nachmittag blieb auch noch Zeit für das Kennenlernen der Weimarer Cafe-Kultur und des Weimarer Weihnachtsmarktes, der sich über die ganze Altstadt erstreckt, so dass auch die Freizeit mit vergnüglichen Erlebnissen gefüllt werden konnte. Insgesamt eine rundum gelungene Ergänzung des Schulunterrichtes!

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