Regenwald, Wüste, Stadt und Land - die Reise in ein anderes Land

11.06.2017

Siebte Dr. Wahr-Preis-Gewinnerin Stephanie Wagner berichtet von ihrem Australien-Aufenthalt

„Direkt aus der Uni und ab zum Flughafen, ein wundervoller Monat liegt vor mir“, denke ich mir mit Vorfreude auf die Abenteuer, die mich auf der anderen Seite der Welt erwarten!

Dr. George Wahr, ein ehemaliger Schüler des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums, will einen Teil weitergeben von dem, was er erreicht hat, und vergibt somit jedes Jahr an eine gute Abiturientin bzw. einen Abiturienten des Fraunhofer-Gymnasiums den großzügigen Preis eines sechswöchigen Aufenthalts in Australien. Bei der Abiturverleihung 2016 hatte ich als siebte Empfängerin des Dr.-Wahr-Awards die Ehre, diesen Preis entgegenzunehmen, und somit befand ich mich Ende März auf der Reise nach „Down Under“.

Melbourne
Nach einem längeren Flug landete ich in der zweitgrößten Stadt Australiens, wo ich sofort herzlich von Dr. Wahrs Lebensgefährtin Susan Davis empfangen wurde. Hier planten Dr. Wahr und Susan wunderschöne Ausflüge nach Queenscliff, Sorrento und zur Goldstadt Sovereign, um mir Melbourne und Umgebung von seiner schönsten Seite zu zeigen. Eine spektakuläre Aufführung im Southbank Theatre, angenehme Morgenspaziergänge um die Fitzroy Gardens, ein Rundgang im Botanischen Garten, Dinners in den feinsten Restaurants und vieles mehr durfte ich dank Dr. Wahrs Großzügigkeit erleben. Als Medizinstudentin durfte ich ihn in seine Praxis begleiten, um einen kurzen Einblick in die medizinsche Fachdisziplin Psychiatrie zu erhalten. Die University of Melbourne und die Monash University sind Universitäten, an denen Dr. Wahr studierte, und das Ormond College ist eine elegante Lehranstalt, in der er kurzzeitig wohnte. Dort bekam ich einen Einblick in das Studienwesen Australiens.

Fraunhofer-Abiturientin Stefanie Wagner, Dr. George Wahr mit Lebensgefährtin Susan Davis (v. l.) im Restaurant "Queenscliff"
Fraunhofer-Abiturientin Stefanie Wagner, Dr. George Wahr mit Lebensgefährtin Susan Davis (v. l.) im Restaurant "Queenscliff"
Beim Mittagessen in Dr. Wahrs Lieblingsrestaurant, dem Steakhouse "Vlados" in Melbourne
Beim Mittagessen in Dr. Wahrs Lieblingsrestaurant, dem Steakhouse "Vlados" in Melbourne

Während Dr. Wahr arbeitete, erkundete ich die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria zusammen mit Maria Wagner, einer Fraunhofer-Abiturientin meines Jahrgangs, die als Work and Travel-Studentin in Australien weilt und mit der ich insgesamt drei Wochen unterwegs war. Wir waren in wunderschönen Parks, aber auch in Museen, in denen man unter anderem die Kunstwerke der Aborigines bewundern konnte. Außerdem machten wir Ausflüge zum Brighton Beach mit seinen bunten Strandhütten und St. Kilda, wo man in der Abenddämmerung Zwergpinguine beobachten kann. Das Highlight war unser dreitägiger Trip auf der Great Ocean Road, wo wir ein Auto gemietet und dabei die Gelegenheit hatten, auf der linken Straßenseite zu fahren. Dabei haben wir bei schönem Wetter Regenwälder erkundet, viele Strände besucht und die weltbekannten Twelve Apostles, eine Felsengruppe im Meer, bestaunt.

Unter freiem Himmel im Outback
Nach zwei erlebnisreichen Wochen in Melbourne folgten fünf unbeschreiblich schöne Tage in und um Alice Springs im australischen Outback. In Alice Springs besuchten wir den Reptilienpark und die Flying Doctors. Am darauffolgenden Tag wurden wir morgens vom Hostel abgeholt, um eine 500 km lange Fahrt Richtung Uluru (dem berühmten Ayer’s Rock) zu bewältigen. Zusammen mit einer wundervollen Reisegruppe verbrachten wir unsere Zeit fernab der Zivilisation, wobei wir zusammen Holz für unser Lagerfeuer sammelten, denn in der Wüste ist es zwar tagsüber heiß, nachts jedoch eiskalt. Die Tour war unbeschreiblich! Um fünf Uhr aus unseren Swags (Outdoor- Schlafsäcke) krabbeln, um Sonnenaufgänge über der weiten, roten Landschaft zu genießen; anschließend folgten Wanderungen zu den heiligen Orten der Aborigines, Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon, um am Abend wieder die Sonnenuntergänge und Sterne vor dem Einschlafen unter freiem Himmel zu bewundern.

Kann gefährlich werden: kreuzende Kängurus
Kann gefährlich werden: kreuzende Kängurus
Stefanie Wagner (4. v. l.) mit Fraunhofer-Absolventin Maria Wagner (3. v. l.) und einem Teil der Reisegruppe im Outback
Stefanie Wagner (4. v. l.) mit Fraunhofer-Absolventin Maria Wagner (3. v. l.) und einem Teil der Reisegruppe im Outback
Stefanie Wagner vor dem Heiligtum der Aborigines, dem Uluru bzw. Ayer's Rock
Stefanie Wagner vor dem Heiligtum der Aborigines, dem Uluru bzw. Ayer's Rock

Happy Birthday am Great Barrier Reef
Ab in den nächsten Flieger und weiter nach Cairns, einer Stadt, an welcher der Regenwald bis an die Küste reicht und die Straßenmusiker in der Abendsonne die Stadt aufleben lassen. Hier durfte ich an meinem Geburtstag eine Tour in den Regenwald unternehmen und in den Wasserfällen plantschen. Bei mehreren geführten Tauchtouren konnte ich auf bis zu 10 m Tiefe die unbeschreiblich schöne und atemberaubende Unterwasserwelt an einem der sieben Weltnaturwunder, dem Great Barrier Reef, entdecken.

Tauchen am Great Barrier Reef
Tauchen am Great Barrier Reef
Vor dem bekannten Strandstand am Brighton Beach bei Melbourne
Vor dem bekannten Strandstand am Brighton Beach bei Melbourne
 

Spektakuläres Sydney
Dann ging‘s ab nach Sydney, die größte und bekannteste Stadt Australiens. Vom Sydney Tower, dem höchsten Gebäude der Stadt, hatte ich einen weiten Ausblick auf den Hafen, das bekannte Opernhaus und die Harbour Bridge. Surfen an der Küste und der Besuch einer Oper am Sydney Harbour waren der krönende Abschluss meiner Zeit in Australien. Auf dem Heimflug hatte ich noch einen kurzen Aufenthalt in Dubai, wo ich exklusive Malls und riesige Gebäude erkunden konnte.

Das weltberühmte Opera House in Sydney
Das weltberühmte Opera House in Sydney
Beim Surfunterricht in Sydney
Beim Surfunterricht in Sydney
Vor der Burj Khalifa in Dubai
Vor der Burj Khalifa in Dubai
 

Während dieser packenden vier Wochen durfte ich viel Neues entdecken, Spaß haben auf diversen Touren, mit Backpackern und anderen interessanten Leuten aus aller Welt in Kontakt treten und viele neue Freundschaften schließen. Ich danke Dr. Wahr und seiner Familie für den wunderschönen Aufenthalt in Melbourne, den großzügigen Preis und allen, mit denen ich unterwegs sein durfte und die meine Zeit auf dem Kontinent der Naturschönheiten unvergesslich gemacht haben!

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